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Erfolgreich in die Gewinnzone - Wie eine MVZ-Sanierung gelingen kann


Die Mehrzahl der Krankenhaus-MVZs sind wirtschaftlich defizitär und belasten spürbar sowohl die Bilanzen als auch die Liquidität des Krankenhauskonzerns. Wie transparent die wirtschaftliche Situation des einzelnen MVZs im Jahresabschluss tatsächlich ersichtlich wird, ist sehr unterschiedlich. Nicht selten werden MVZs indirekt durch das jeweilige Krankenhaus kostenseitig entlastet, indem Leistungsverflechtungen zum Krankenhaus nicht oder nicht vollständig abgebildet werden. Unabhängig von hiermit ggf. verbundenen steuerlichen Risiken fehlt in diesen Fällen die Transparenz über die wirtschaftliche Situation und damit auch die erforderliche Datengrundlage, um Handlungsbedarfe zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung zu entwickeln.
 
 
Viele Krankenhausmanager haben mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit ihrer MVZs resigniert; immer  wieder fällt die Aussage, ein Krankenhaus-MVZ lasse sich nicht wirtschaftlich führen. Als Hauptgrund wird die naturgemäß fehlende Motivation des angestellten Arztes gegenüber dem Status eines selbstständigen Arztes, der alle unternehmerischen Risiken selbst trägt, angeführt.

 

 

Personelle Kapazitäten im Krankenhaus-Management erforderlich



Die oftmals benannten Gründe, warum sich ein Krankenhaus-MVZ nicht wirtschaftlich führen lasse, sind durchaus zutreffend. Sie sollten aber nicht dazu führen, seitens des Managements zu resignieren und dauerhafte Verluste hinzunehmen. Ganz im Gegenteil gilt es, den fehlenden ärztlichen Praxisinhaber mit unternehmerischem Denken durch das Krankenhausmanagement zu ersetzen. Das bedeutet konkret, eine Person im Management übernimmt die Rolle des Inhabers und hat Leistungszahlen, Prozesse und Kosten im Blick und kann bei Fehlentwicklungen gegensteuern.
 
Diese Person ist Bindeglied zwischen der MVZ-Geschäftsführung und den Verantwortlichen vor Ort in der Praxis. Sie führt die Geschicke des jeweiligen MVZs als verlängerter Arm der Geschäftsführung. Die Übertragung dieser Aufgabe an den Praxismanager oder die Praxismanagerin ist hingegen nicht ratsam, da dieser oder diese oftmals keine entsprechende Akzeptanz und Durchsetzungskraft gegenüber den handelnden Ärzten hat. Soweit es dem Krankenhausmanagement nicht oder nur eingeschränkt möglich ist, eigene personelle Kapazitäten für diese Aufgabe freizustellen, kann diese Aufgabe ebenso gut ganz oder teilweise durch ein externes MVZ-Management wahrgenommen werden.
 
 
 
Enge Begleitung des MVZs als Schlüssel zum Erfolg



Da der Erfolg eines MVZs maßgeblich davon abhängt, bei bestmöglich gestaltetem Personaleinsatz Patienten möglichst wirtschaftlich zu behandeln, ist die intensive Überwachung und Steuerung des Praxisbetriebs durch den Träger bzw. dessen Management unabdingbar. Nur wenn beispielsweise der Terminkalender gefüllt ist und die zeitliche Taktung der Termine optimiert ist – und damit auch die internen Prozesse – wird das MVZ wirtschaftlich erfolgreich. Dies bedarf eines Umdenkens im Management, denn eine vergleichsweise enge Steuerung wäre in einer Abteilung des Krankenhauses i. d. R. weder notwendig noch üblich.
 
Der vollständige Artikel wurde in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift „KU Gesundheitsmanagement“ veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden.

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